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Vorträge

Die hier vorgestellten Vorträge stellen eine Auswahl unter den Vorträgen dar, die ich gegenwärtig halte. Gerne erstelle ich Ihnen darüber hinaus ein individuelles Angebot (kontaktieren Sie mich dafür unter: reher[at]portal-intersektionalitaet.de).

Vortrag "Also, für mich sind wir alle gleich?! Privilegienreflexion im Kontext der Mädchen_arbeit"

Vortrag "Intersektionalität - über das Zusammenwirken unterschiedlicher Diskriminierungen"

Vortrag "Aber, ich bin doch nicht rassistisch, sexistisch,...?! Soziale Ungleichheit und die Abwehr der Privilegienreflexion"


 

Vortrag "Also, für mich sind wir alle gleich?! Privilegienreflexion im Kontext der Mädchen_arbeit"

Mädchen_ sind verschieden, betonen intersektionale Ansätze. Sie sind verschieden geprägt durch Diskriminierungen ( z.B. klassistische, rassistische, heterosexistische, cis-sexistische und körperliche).
Aber nicht nur die Mädchen_, sondern auch die mit ihnen zusammen arbeitenden pädagogischen Fachkräfte erleben verschiedene Diskriminierungen.

Wo es Diskriminierte gibt, gibt es auch immer Diskriminierende. Immer nur die anderen?
Entgegen der verbreiteten Ausrichtung, allein auf die Diskriminierten zu fokussieren, wird eine Blickwinkelverschiebung hin zu den Diskriminierenden vorgenommen.
Menschen in ihrem strukturellen Einbezogensein (z.B. als Cis-Frau, Hetera, Weiße_, Bildungsprivilegierte_, körperliche Befähigte_ usw.) handeln oft auch unbewusst diskriminierend.

Wie können wir so solidarisch und egalitär handeln, wie wir es uns wünschen? Dazu bedarf es Mut und Bereitschaft zur bewussten Reflexion von Diskriminierungs-Mechanismen.
Wenn wir reflexiv (auch) bei uns selbst ansetzen, können wir dazu beitragen, den Alltag von Mädchen_, die Diskriminierung erfahren, positiver zu gestalten.

 


 

Vortrag "Intersektionalität - über das Zusammenwirken unterschiedlicher Diskriminierungen"

Pädagogische Fachkräfte arbeiten mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammen.
Dabei sind die pädagogisch Begleiteten nicht nur individuell verschieden, sondern sie leben auch in verschiedenen Lebensrealitäten.
Diese Lebensumstände sind unter anderem auch geprägt durch die gesellschaftlichen Strukturen. Ein Aspekt der gesellschaftlichen Strukturen ist, dass Bevorzugungen oder Benachteiligungen aufgrund von angenommenen kollektiven Zugehörigkeiten ungleich verteilt werden. Diese Bevorzugung und Benachteiligungen wirken zusammen, so dass ganz spezifische Lebensrealitäten der einzelnen Menschen entstehen. Beispielsweise kann eine Schwarze Frau mit anderen Diskriminierungen konfrontiert sein als eine weiße Frau. Ein wohnungsloser Rollstuhlfahrer wird vielleicht andere Erfahrungen machen, wie ein Wohnungsloser, der keinen Rollstuhl benutzt.
Im Vortrag werden verschiedene Diskriminierungsformen erläutert und ihre intersektionale Verwobenheit dargestellt. Darauf aufbauend wird ein direkter Bezug zur pädagogischen Praxis hergestellt und es werden handlungsleitend die Rahmenbedingungen für eine diskriminierungskritische pädagische Arbeit beleuchtet.


 

Vortrag "Aber, ich bin doch nicht rassistisch, sexistisch,...?! Soziale Ungleichheit und die Abwehr der Privilegienreflexion"

Das Glücksversprechen der Moderne suggeriert die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe aller. Ein schönes Ideal, aber: inwiefern trifft dies die gesellschaftliche Realität?

Im Vortrag werden verschiedene Mechanismen struktureller Diskriminierung erläutert und in ihrem Zusammenwirkung betrachtet.
Wo es Diskriminierte gibt, gibt es auch immer Diskriminierende.
Entgegen der verbreiteten Ausrichtung, allein auf die Diskriminierten zu fokussieren, wird eine Blickwinkelverschiebung hin zu den Diskriminierenden vorgenommen.
Darauf aufbauend wird anhand von Forschungsergebnissen aufgezeigt, wie Menschen in ihrem strukturellen Einbezogensein (z.B. als Cis-Mann, Weiße_r, Bildungsprivilegierte_r, körperliche Befähigte_r usw.) (auch unbewusst) diskriminierend handeln und es der bewussten Reflexion dieser Mechanismen bedarf, um ein solidarisches, egalitäres Handeln anzustreben.