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Workshops

Die hier vorgestellten Workshops stellen eine Auswahl unter den Workshops dar, die ich gegenwärtig halte. Die Workshops können entweder für Kinder und Jugendliche konzipiert werden oder für die Erwachsenenbildung. Gerne erstelle ich Ihnen darüber hinaus ein individuelles Angebot (kontaktieren Sie mich dafür unter: reher[at]portal-intersektionalitaet.de).

Workshop: "Das Gender spricht ein Wörtchen mit - Grundlagen geschlechtergerechter und intersektional informierter Kommunikationsformen"

Workshop "Unterschiedlich verschieden?! Wechselwirkungen von Diskriminierungen (Intersektionalität)"

Workshop "Rassismuskritik in der Praxis"

Workshop "Intersektionale Beratung - Was ist das? Selbstreflexionen für die Praxis"

Workshop "Kommunikation ist Lebenskunst - Konflikte demokratisch lösen"

 


 

Workshop "Unterschiedlich verschieden?! Wechselwirkungen von Diskriminierungen (Intersektionalität)"

Zeitumfang: zweitägig

Vielfalt zu fördern bedeutet, erstens unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen und davon ausgehend zweitens gemeinsam und gleichberechtigt den Alltag zu gestalten. Dabei gilt es auch, gesellschaftliche Ungleichheit und Diskriminierung zu thematisieren und abzubauen.

Diskriminierungen treten nicht isoliert von einander auf, sondern sie wirken zusammen. Das Konzept Intersektionalität thematisiert dieses Zusammenwirken von Diskriminierungen (z.B. von Rassismus, Sexismus, Klassismus und Diskriminierung aufgrund der körperlichen Befähigung). Dabei werden auch gesellschaftliche Schieflagen benannt.

Im Fokus des Workshops stehen demgemäß drei Fragestellungen:
Wo treffe ich auf Diskriminierungen in meinem Alltag? Wie wirken sie zusammen?
Wo werde ich gesellschaftlich bevorzugt und wo benachteiligt?
Wie kann ich gesellschaftlich Vielfalt und Solidarität fördern?

Durch praktische Übungen wird Intersektionalität alltagsweltlich erfahrbar.
Es kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz: gruppendynamische Übungen, kurze Inputs und biographisches Arbeiten. Auf diese Weise wird Wissen vermittelt, vertieft und mit dem Alltagswissen und -handeln verknüpft. Dabei wird ein Raum für Austausch und Selbstreflexion über bewusste und bisher unbewusste Diskriminierungen geschaffen.

Es sind alle Menschen, die sich mit Wechselwirkungen von Diskriminierungen beschäftigen wollen, willkommen – unabhängig ihrer körperlichen Befähigung, ihrer Ethnizität, ihres Geschlechts und Begehrens oder ihrer Bildung. Es wird Wert auf ein respektvolles und achtsames Miteinander gelegt.


 

Workshop "Rassismuskritik in der Praxis"

Zeitumfang: eintägig

Rassismus gibt es in allen Bereichen des alltäglichen Lebens: in den Institutionen, auf der Arbeit oder in der Schule, unter Freund_innen, in unseren Herkunfts- und Wahl-Familien und in unseren Liebesbeziehungen. Rassismus betrifft demnach alle Menschen, aber auf sehr unterschiedliche Weise.

Entgegen der verbreiteten Ausrichtung, allein auf rassistisch Diskriminierte zu fokussieren, wird eine Blickwinkelverschiebung vorgenommen:
Weiße Menschen erhalten durch rassistische Gesellschaftsstrukturen zahlreiche Privilegien und reproduzieren Rassisierungen, oft auch ohne dies zu wollen. Critical Whiteness thematisiert das eigene Weißsein und nimmt die (unbewussten) rassistischen Strategien weißer Menschen in den Blick.

Folglich stehen drei Fragen im Zentrum des Workshops:
- Wie bin ich gesellschaftlich in Bezug auf Rassismus positioniert?
- Was bedeutet Critical Whiteness?
- Wie kann ich als weißer Mensch rassismuskritisch handeln?

Im Workshop kommen Methoden der politischen Bildungsarbeit und gruppendynamische Übungen aus dem Psychodrama zur Anwendung.

Der Workshop richtet sich an weiße mehrheitsdeutsche Menschen, d.h. an Personen, die in Deutschland keine Rassismuserfahrungen machen.


 

Workshop "Kommunikation ist Lebenskunst - Konflikte demokratisch lösen"

Zeitumfang: zweitägig

Wie kann ich die verschiedenen Bedürfnisse in einer Gruppe gleichwertig berücksichtigen?
Wie kann ich mich für ein respektvolles, diskriminierungskritisches Miteinander einsetzen?
Wie gestalte ich meinen eigenen Alltag demokratisch?

Betzavta (hebräisch für 'miteinander') ist ein Ansatz, der 1998 in Jerusalem vom ADAM-Institut entwickelt wurde. Damit ist es ein Bildungsansatz zur Menschenrechts- und Demokratietrainings, der seine Wurzeln in der israelischen Friedensbewegung hat.
Demokratie wird vor allem als Lebensform verstanden. Das Programm verknüpft dabei inhaltliche Impulse mit gruppendynamischen Prozessen und regt so das eigene Nachdenken über alltäglich auftretende Situationen an. Aufbauend auf den gewonnen Erfahrungen werden Konfliktlösungsansätze und die gesellschaftliche Einbettung der Erfahrungswerte vermittelt.
Ziel ist es, Wege und Möglichkeiten zu finden mit schwierigen, konfliktbeladenen Situationen demokratisch umzugehen. Dabei steht das gleiche Recht eines jeden Menschen auf das größtmögliche Maß an Freiheit und freier Entfaltung an oberster Stelle.

Der zweitägige Workshop ist in drei Einheiten untergliedert:
(1) Im ersten Part erhalten sie die Möglichkeit, sich kennenzulernen und durch praktische Übungen demokratisches Miteinander zu erfahren.
(2) Im zweiten Schritt werden die gemachten Erfahrungen gemeinsam reflektiert.
(3) In der dritten Einheit werden wir zusammen kreative Lösungsmöglichkeiten erarbeiten und uns mit den „vier Schritten demokratischer Entscheidungsfindung“ eine neuartige Strategie für ein demokratisches Miteinander aneignen.

Die gewonnen Praktiken können sie hilfreich in ihrem privaten und beruflichen Kontext einsetzen. Sie werden mit konkreten Vorstellungen nach Hause gehen, wie Gruppenentscheidungen demokratisch getroffen und Konflikte gelöst werden können.

Der Workshop richtet sich an alle interessierten Menschen, – unabhängig ihrer körperlichen Befähigung, ihrer Ethnizität, ihres Geschlechts und Begehrens oder ihrer Bildung. Es wird Wert auf ein respektvolles und achtsames Miteinander gelegt.